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Notfall

Stiftung SehnsuchtEben hat Julia noch ausgelassen mit ihren Freunden gefeiert. Jetzt ist die Party abrupt zu Ende. Kreidebleich liegt ihr Kumpel Leon am Boden. Er ist nicht mehr ansprechbar und hat einen Schock erlitten. Julia weiß, dass Leon nicht gerade vorsichtig mit Drogen umgeht...

Vielleicht hast du selbst schon einmal miterlebt, dass es dir oder anderen nach dem Konsum von Alkohol oder Drogen schlecht ging. Drogenvergiftungen sind nicht selten. Sie reichen vom  "kleinen Kater" am nächsten Morgen bis hin zu Herzstillstand und Atemlähmung.
Die meisten Drogennotfälle passieren genau dann, wenn niemand damit rechnet:
Im Club, auf der Party, auf der Straße oder sogar in der Schule.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass du weißt, wie du dich dann verhalten solltest!

Generell gilt:

Ruhig bleiben

Es hilft weder Dir und schon gar nicht dem Opfer, wenn Du hektisch und aufgebracht bist! Es ist natürlich ganz klar, dass Du jetzt in Panik gerätst. Aber Deine Nervosität überträgt sich auf das Opfer und kann seinen Zustand noch weiter gefährden. Atme tief durch und versuche ruhig und langsam zu sprechen. Vermeide hektische Bewegungen.

Situation enschätzen

Ist die Person ansprechbar? Welche Drogen wurden konsumiert? Wieviel hat die Person konsumiert? Reicht meine Hilfe aus oder muss ich einen Notarzt holen?
Es gilt: Solltest Du auch nur minimal unsicher sein, ob die Person nicht doch ärztliche Hilfe benötigt, scheue Dich nicht, sofort den Notarzt zu rufen.

Verlierst du die Kontrolle über die Situation, ist die Person nicht mehr ansprechbar oder gar ohnmächtig: Ruf sofort den Notarzt! Verliere keine Zeit. Hier kann jede Sekunde zählen.
Wähle so schnell es geht die 112!!

Besteht die Gefahr einer Überdosis oder Vergiftung?

Welche Symptome liegen vor? Woran erkenne ich jetzt, ob die Person eine "Überdosis" hat, also zuviel konsumiert hat?

Anzeichen für eine Überdosis bzw. Drogenvergiftung können z.B. sein:
  • Blasse Gesichtsfarbe
  • Rasender Puls
  • Schnelle, flache Atmung
  • Erbrechen
  • Schweißausbrüche, kalter Schweiß
  • Kreislaufkollaps
  • Plötzlich auftretende Angstzustände, Panik, Unruhe oder Verfolgungswahn
  • Krampfanfälle
  • Augenrollen
  • Zittern, Zuckungen
  • Bewusstlosigkeit
  • Verwirrtheit, die Person redet wirres Zeug
Betroffene(n) nie alleine lassen
  • Lass die Person auf gar keinen Fall alleine.
  • Sprich ruhig mit ihr. Sag, dass Hilfe kommen wird und sie keine Angst haben braucht.
  • Versuche, die Person bei Bewusstsein zu halten.
  • Berühre sie sanft und vorsichtig; das kann sie beruhigen.
  • Wenn es möglich ist, bitte eine umstehende Person darum, den Notarzt zu rufen!
Notarzt rufen!

Am Telefon solltest Du folgende Fragen beantworten:

  • WO ist der Unfall?
  • WAS ist geschehen?
  • WIE VIELE Verletzte/Betroffene müssen versorgt werden?
  • WELCHE Verletzungen oder Krankheitszeichen liegen vor?
  • WARTE auf Rückfragen der Rettungsstelle.
 

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